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Frühlings-Sauerhonig mit den Knospen der schwarzen Johannisbeere

Der Frühling hält Einzug im SalzburgerLand! Die Temperaturen werden endlich wieder wärmer, der Schnee schmilzt und die ersten Frühlingsblüher und Kräuter in der Wiese zeigen sich. Wer ganz genau hinsieht erkennt, dass auch auf den Bäumen und Sträuchern das Leben wieder erwacht. Im Herbst haben die Pflanzen ihre Knospen gebildet, um jetzt im Frühling mit frischer Energie austreiben zu können.

Die Knospen der schwarzen Johannisbeere im Frühling nutze ich für meinen selbst gemachten Sauerhonig.

Kraft der Knospen – Wissen aus der Naturheilkunde

Die Knospen der Pflanzen bestehen aus dem so genannten Embryonalgewebe, das die Pflanze mit Lebensenergie versorgt. In diesem embryonalen Gewebe sind alle lebenswichtigen Kräfte für die Pflanze enthalten, wirken vitalisierend und belebend. Knospen dienen also der Pflanze u.a. für deren Wachstum, zur Selbstheilung und Regeneration sowie Verjüngung. In der Naturheilkunde spricht man von „Gemmotherapie“, hier macht man sich die Kräfte der Knospen für den Menschen zu nutze.

Die Knospen der schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum)

Nimmt man eine Knospe der schwarzen Johannisbeere in den Mund und zerkaut diese vorsichtig, so schmecken diese Knospen wirklich nach den köstlichen Früchten des Sommers. Macht man die Augen zu, könnte man meinen es wären schon die süß-säuerlichen schwarzen Früchte der Johannisbeere die man geniesst. Noch ist es aber nicht soweit, erst im Juli tragen die Sträucher aus der Familie der Stachelbeergewächse ihre Beeren. Jetzt im Frühling nehmen wir vorsichtig ein paar Knospen ab und nutzen ihre entzündungshemmende, antibakterielle, vitaminisierende und antiallergische Wirkung. In der Literatur werden die Knospen der schwarzen Johannisbeere als „natürliches Kortison“ beschrieben, da sie Fehlsteuerungen des Organismus regulieren. Sie soll bei Allergien und allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen helfen. Die Knospen können frisch verzehrt werden – als Rohkost in der Küche – oder konserviert werden, beispielsweise mit Honig und Essig, als Sauerhonig!

Sauerhonig, auch Oxymel genannt, ist eine Mischung aus Honig und Essig.

Sauerhonig (Oxymel)

Naturbelassener Bio-Apfelessig und Honig (am besten vom regionalen Imker) bilden die Basis für den selbst gemachten Sauerhonig, auch „Oxymel“ genannt. In einem Glas mischt man 1 Teil Essig mit 3 Teilen Honig und verrührt die Zutaten, bis sie sich gut vermischt haben. Was also ist „Sauerhonig“ bzw. „Oxymel“? Zum einen ist Sauerhonig eine großartige Möglichkeit, um einen Kräuterauszug herzustellen. Üblicherweise werden Kräuterauszüge mit Alkohol gemacht (siehe mein Artikel alkoholische Tinkturen mit Kräutern und Blüten selbst gemacht), diese sind aber nicht für jeden geeignet (z.B. Kinder). Sauerhonig hat eine gute Extraktionskraft, das heißt er zieht die Inhaltsstoffe aus der Pflanze hervorragend heraus und lässt sich außerdem als Konservierungsmittel verwenden. Welche Wirkung hat Sauerhonig? Gabriela Nedoma beschreibt in ihrem Buch „Vergessene Heiltinkturen“ (siehe Literaturtipp am Ende des Artikels) die verschiedenen Wirkungen des Sauerhonigs als stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, adstringierend, antibakteriell, vitalisierend und reinigend. Weiters unterstützt Oxymel u.a. den basischen Stoffwechsel, reguliert den Blutzuckerspiegel, reduziert den oxidativen Stress der Zellen und stärkt das Immunsystem. Sauerhonig kann somit zur Krankheitsprophylaxe und zur Stärkung des Immunsystems getrunken werden.

 


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Frühlings-Sauerhonig mit den Knospen der schwarzen Johannisbeere

 

Rezept Frühlings-Sauerhonig mit Knospen der schwarzen Johannisbeere

Zutaten (für ein Marmeladenglas):
ca. 1 Teelöffel Knospen
3 Teile Honig
1 Teil Apfelessig (Bio, naturtrüb)

Zubereitung:

Den Honig zu 3 Teilen sowie den Apfelessig zu 1 Teil in ein Glas einfüllen und verrühren.

Die Knospen der schwarzen Johannisbeere vorsichtig pflücken, anschließend fein hacken.

Die zerkleinerten Knospen zum Sauerhonig (Honig + Essig) zugeben und verrühren. Das Glas mit einem Deckel verschließen, dunkel stellen und täglich schütteln (so lösen sich die Inhaltsstoffe besser). Nach 1 – 4 Wochen werden die Knospen durch einen Teefilter abgeseiht und die Flüssigkeit in ein Fläschchen abgefüllt. Ich verwende den Sauerhonig mit den Knospen der schwarzen Johannisbeere gegen meine Heuschnupfen-Allergie und trinke täglich 1 Glas Wasser vermischt mit 1 EL Sauerhonig. Bei akuten Beschwerden nehme ich 1 EL unverdünnt ein.
Mein Sauerhonig mit der schwarzen Johannisbeere ist rund 1 Jahr bei kühler und dunkler Lagerung haltbar.

 


Hinweis!

Die von mir am Blog veröffentlichten Informationen rund um natürliche Küche, Naturgarten, Naturkosmetik und Naturapotheke werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen,  die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!


 

Frühlings-Sauerhonig mit den Knospen der schwarzen Johannisbeere
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