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Frühlings-Kräutersalz mit Giersch selbst gemacht

Der Giersch (Aegopodium podagraria) ist vielen Gartenbesitzern ein Dorn im Auge und wird – oftmals vergeblich – mit Harke und Spaten sowie Unkrautvernichtungsmittel bekämpft. Doch der Giersch gehört, wie auch die Brennnessel, zu den ältesten Wildgemüsesorten unserer Region und kann vielfältig in der Küche verwendet werden! Die jungen Blätter kannst du wie Spinat und als Pesto zubereiten oder frisch als Zutat für den Salat verwenden. Im Sommer schmecken die großen, älteren Gierschblätter wie Petersilie und dienen als Würzmittel. Ich habe beim Waldspaziergang am Wochenende die ersten jungen Blätter entdeckt, diese gleich für den Salat verwendet und aus dem Rest ein Giersch-Salz hergestellt! 

 

Giersch
Den Giersch erkennt man am dreieckigen Stängel (im Querschnitt erkennbar).

Rezept: Giersch-Salz selbst gemacht

Zutaten (für ca. 6 kleine Einmachgläser): 
2 Handvoll frische Gierschblätter
1 Packung Natursalz (ca. 400g)

Zubereitung:
1. Die jungen Blätter bei trockenem Wetter sammeln. In der Küche sofort verarbeiten oder in einer Frischhaltebox verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.
2. Blätter eventuell mit kaltem Wasser abspülen, auf eine Küchenrolle legen und trocken tupfen, um die Feuchtigkeit zu entfernen.
3. Die jungen Gierschblätter  fein hacken (mit einem Messer oder in der Küchenmaschine) und mit Salz vermischen. Ich habe für mein Salz den Thermomix verwendet, die Blätter auf Stufe 7 fein gehackt, mit Natursalz vermischt und nochmals auf Stufe 8 pulverisiert.
4. Man kann das Salz im Trocknungsgerät für ca. 2 Stunden trocknen und anschließend nochmals pulverisieren – so wird es noch feiner und rieselfähiger. Ich habe mein Giersch-Salz dieses Mal nicht mehr getrocknet, sondern frisch in Gläser abgefüllt!

Das Rezept als PDF zum Download findest du hier: Frühlingssalz mit Giersch – Rezept

Pflanzenkunde: Giersch (Aegopodium podagraria)

Wie erkennst du den Giersch im Wald oder in deinem Garten? Er wächst gerne in nährstoffreichen Böden im Schatten bis Halbschatten, vermehrt sich über Rhizome (Wurzelausläufer) und wächst meist als Gruppe. Er gehört zur Pflanzenfamilie der Doldengewächse (Apiaceae) und wird eine 50 – 90 cm hohe Staude. Ein typisches Erkennungsmerkmal ist der dreieckige Stängel (im Querschnitt) sowie der typische würzige Geruch. Der Giersch ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin C, Kalzium, Magnesium und Phosphor. In der Volksmedizin wird seine Wirkung als entgiftend, blutreinigend und harnsäuretreibend beschrieben und wurde schon vor langer Zeit als Mittel gegen Gicht und für Frühjahrskuren verwendet.

Noch mehr Tipps und Rezepte von mir erfährst du in meinen Workshops
in meiner Kräuterküche in Bürmoos an!

 

Hinweis!

Die von mir am Blog veröffentlichten Informationen rund um Küche und Garten werden sorgfältig recherchiert,  erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen,  die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird! 

Frühlings-Kräutersalz mit Giersch selbst gemacht
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