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Hagebutten richtig trocknen und verwenden

Rosen sind zu jeder Jahreszeit eine Bereicherung für den Garten – wunderschön anzusehen im Sommer und hilfreich für die Gesundheit im Winter.

Bekannt in der Volksheilkunde ist die so genannte Hundsrose „Rosa canina“, du kannst aber die Hagebutten aus allen ungespritzen Rosensorten verwenden! Je nach Rosenart sind die Hagebutten etwas größer oder kleiner. Im Winter, nach dem ersten Frost, werden sie geerntet und vielseitig verwendet. Ich habe ein paar Ideen für dich gesammelt, was du mit deinen Hagebutten machen kannst:

Nach dem ersten Frost werden die Hagebutten gepflückt.

Superfood aus meinem Garten: Die Hagebutte

Die reifen Früchte der Rose, ein Rosengewächs, nennt man „Hagebutten“. Auch die Blüten und Blätter der Rose werden im Sommer getrocknet und verwendet – im Gegensatz zu den Früchten, die man im Winter, nach dem ersten Frost, erntet. Die Hagebutte enthält um ein Vielfaches mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen und gehört mit dem Sanddorn zu den Vitamin C reichsten Früchten. Weiters enthält sie Vitamin A, B1, B2, K sowie Mineralstoffe (Eisen!) und Gerbstoffe. Sie wirkt schwach abführend, harn- und schweißtreibend und wird in der Volksheilkunde zur Unterstützung des Immunsystems verwendet.

Wie werden Hagebutten getrocknet?

Ich trockne meine Hagebutten im Dörrgerät (bei 40°C rund 10 Stunden), mit dem ich zum Beispiel auch meine Kräutersalze trockne. Wichtig ist nämlich, dass das Pflanzenmaterial gleichmäßig bei passender konstanter Temperatur (nicht zu heiß!) trocknen kann. So wird verhindert, dass Reste von Feuchtigkeit im Pflanzenmaterial bleibt und somit Fäulnis entsteht. Auch ist die schonende Trocknung ideal für die Erhaltung der Inhaltsstoffe. Zu hohe Temperaturen würden sich negativ auswirken. Tipp: Kräuter und empfindliche Pflanzen werden bei maximal 30°C – 40°C getrocknet. Die Kerne trockne ich übrigens auch, denn auch in den Kernen stecken wichtige Inhaltsstoffe!

Hagebutten – getrocknet

Verwendung von getrockneten Hagebutten

1. Hagebutten-Pulver: Die getrockneten Hagebutten kannst du mithilfe einer Mühle (Kaffeemühle, die du für die Zerkleinerung von Kräutern verwendest) oder eines starken Mixers (z.B. KitchenAid Food Processor, Thermomix) pulverisieren. Dieses Hagebutten-Pulver kannst du als Nahrungsergänzung verwenden – einfach das Pulver in deine täglichen Mahlzeiten integrieren. Zum Beispiel über dein Brot streuen, ins Kräutersalz mischen, ins Müsli einrühren, in deinen Smoothie usw.

2. Hagebutten-Tee: Ich verwende die getrockneten Hagebutten gerne in meinen selbst gemachten Teemischungen. Hagebutten enthalten u.a. viel Vitamin C, das wir gerade in der kalten Jahreszeit für die Stärkung unseres Immunsystems benötigen. In Kombination mit getrockneten Holunderblüten, etwas Minze und ein paar getrockneten Äpfeln und einer Stange Zimt schmecken die Hagebutten im Tee köstlich!

3. Hagebutten-Öl für die Schönheit: Die getrockneten Hagebutten werden in Mandelöl angesetzt – ein Ölauszug. Diesen kannst du für deine selbst gemachte Anti-Aging-Gesichtspflege verwenden. Hagebutten-Öl ist bekannt als Hautpflege gegen Falten und die Zeichen der Hautalterung!

 

Frische Hagebutten kannst du zum Beispiel als Likör, alkoholische Tinktur oder zu Marmelade verarbeiten.

Frische Hagebutten verwenden

1. Hagebutten-Tinktur mit Alkohol: Wie auch Kräuter, Knospen oder Wurzeln, kannst du die Früchte der Rose in Alkohol ansetzen und als alkoholische Tinktur verwenden. Dafür schneide ich die Hagebutten einmal durch und fülle diese in ein Marmeladeglas mit Deckel. Die Früchte mit Alkohol (z.B. Korn 38%) übergiessen und rund 10 Tage bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Zwischendurch immer wieder schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe lösen können. Nach der Ziehzeit die Tinktur filtern und in eine dunkle Flasche abfüllen. Bei Bedarf trinken. Mehr über alkoholische Tinkturen erfährst du in meinem Artikel: Alkoholische Tinkturen selbst gemacht

2. Hagebutten-Likör: Die frischen Hagebutten werden aufgeschnitten und zusammen mit Korn und Kandiszucker angesetzt. Rund 14 Tage lässt man den alkoholischen Ansatz bei Zimmertemperatur ziehen. Dann abseihen und in eine Flasche abfüllen, kühl und dunkel lagern.

3. Hagebutten-Marmelade: Wer richtig viele Hagebutten im Garten hat, der kann sogar eine köstliche Marmelade daraus zubereiten. Dafür entfernt man die Kerne, kocht die Hagebutten mit Zitronensaft im Topf auf und püriert diese mit einem Pürierstab. Gelierzucker nach Packungsangabe zugeben und die fertige Marmelade in Gläser abfüllen.

 

Blüten der Rose im Sommer verwenden

Wenn du mehr über die Rose im Sommer lesen möchtest, schau doch mal bei meinen DIY-Anleitungen vorbei:
Rosenblüten-Badesalz
Rosenblüten-Zucker
selbst gemachte Hautcreme mit Rose

 

Hinweis!

Die von mir am Blog veröffentlichten Informationen rund um Küche, Garten und Naturapotheke werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen,  die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

Hagebutten richtig trocknen und verwenden
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