Hilfe aus der Naturapotheke – Meine Tipps wenn´s im Hals kratzt*

Der goldene Herbst mit angenehmen Temperaturen und vielen Sonnenstunden neigt sich dem Ende – die Kälte hat uns wieder fest im Griff. Viele Bekannte und Freunde plagt bereits die erste Erkältung mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Im heutigen Blog-Artikel möchte ich euch meine persönlichen Tipps verraten, wenn mich Schmerzen im Hals plagen. Schon bei den ersten leichten Anzeichen hole ich mir Hilfe aus der Naturapotheke! 

Anke Eder ist diplomierte Kräuterpädagogin und TEH-Praktikerin und versorgt ihre Familie mit Wissen aus der Naturapotheke.

Hilfe aus der Naturapotheke – Meine Tipps wenn´s im Hals kratzt

Salbei-Tinktur & Salbei-Tee

Salbei (Salvia officinales) hat eine starke antibakterielle Wirkung und wird bei Beschwerden im Rachenbereich und im Hals verwendet. Ich habe ein paar verschiedene Salbei-Arten in meinem Garten angebaut und über den Sommer gesammelt. Eine Methode dieses Kraut zu konservieren, und bei Bedarf praktisch zur Hand zu haben, ist die alkoholische Tinktur. Idealerweise sammelt man die Blätter des Salbei hierfür im Hochsommer, wenn die Konzentration an ätherischen Ölen und wertvollen Wirkstoffen am höchsten sind. Als Erntezeitpunkt ist der frühe Vormittag ideal, wenn der Morgentau vollständig abgetrocknet ist und sich die Wirkstoffe voll entfalten können – selbstverständlich bei sonnigem und trockenem Wetter. Hat es mehrere Tage lang geregnet, so verschiebe ich die Ernte zum Zwecke der Konservierung, denn Regenwetter ist nicht ideal. Einen ausführlichen Artikel über alkoholische Tinkturen habe ich im letzten Jahr geschrieben, diesen findest du hier: „Alkoholische Tinkturen selbst gemacht„. Die Salbei-Tinktur verwende ich persönlich bei ersten Anzeichen von Halsschmerzen. Mit einem kleinen Stamperl gurgle ich mehrmals täglich ausgiebig den Hals. Meine Kinder bekommen übrigens nicht die alkoholische Tinktur! Für die Kleinen verwende ich die getrockneten Blätter des Salbei und gieße damit einen Tee auf. Dieser wird nicht getrunken, sondern ebenfalls als Gurgellösung verwendet!

 

Gurgelwasser & Halsgut-Zuckerl von Sonnenmoor zur Verwendung bei Beschwerden im Hals und Rachen

Gurgelwasser & Halsgut-Zuckerl von Sonnenmoor

Wer einen Blick in meine Hausapotheke werfen würde, fände neben meinen selbst gemachten Tinkturen und Tees auch verschiedene Produkte der Firma Sonnenmoor aus Anthering. Beispielsweise das „Gurgelwasser zur Pflege von Hals, Mund und Zähnen“, welches ich bei Beschwerden im Hals- und Rachenbereich verwende.

Das Gurgelwasser ist ein Kräuterextrakt aus Blutwurz (Potentilla erecta), Echter Kamille (Chamomilla recutita), Käsepappel (Malva sylvestris) und Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) mit Wasser und 15% Alkohol und wird zum Spülen im Mund und zum Gurgeln verwendet. Dafür verwende ich je 15 ml des Gurgelwassers nach Bedarf 3x – 5x täglich. Es wird empfohlen das Gurgelwasser nach der Anwendung auszuspucken und etwas Wasser nach zu trinken. Am besten gurgelt man unverdünnt und leicht angewärmt und achtet darauf, dass man rund 30 Minuten vor und nach der Anwendung kein Essen und Getränke zu sich nimmt! Was ich super finde ist, dass es auch von dem Sonnenmoor-Gurgelwasser eine alkoholfreie Variante für die Kids (bzw. Personen, die keinen Alkohol konsumieren sollen) gibt!

Tipps zum Gurgeln

Wieso sollte man eigentlich Gurgeln und welche Wirkung erzielt man damit? Was gibt es zu beachten, um richtig zu Gurgeln? In einer kleinen Broschüre der Firma Sonnenmoor könnt ihr mehr über die Tipps & Tricks erfahren: Die Sonnenmoor Gurgelwasser Broschüre .

Halsgut-Zuckerl von Sonnenmoor

Kamille, Käsepappel, Süßholzwurzel und das natürliche Aroma von Salbei kommen in den Halsgut-Zuckerl zum Einsatz. Besonders dann tun die Zuckerl gut, wenn die Schleimhäute angegriffen sind und Schlucken schmerzhaft ist. Hals und Rachen werden beruhigt und sorgen für Schmerzlinderung.

Einkaufstipp

Das Gurgelwasser(500ml) von Sonnenmoor in Kombination mit den Halsgut-Zuckerl gibt es aktuell (solange der Vorrat reicht) zum Sonderpreis von € 23,82 online: Sonnenmoor Shop

Kräutertees zum Trinken

Viel trinken ist grundsätzlich wichtig! Wenn wir uns schlecht fühlen und krank sind ist die Aufnahme von Flüssigkeit ebenso wichtig bzw. noch wichtiger, um dem Körper beim Abtransport von Schadstoffen zu helfen. Ich persönlich bin eine leidenschaftliche Tee-Trinkerin und habe für jeden Bedarf die passende Teepflanze in meiner Vorratskammer. Viele haben wie ich eine Vielzahl an Kräutern in ihrem Garten oder am Balkon. Oft wird aber darauf vergessen Melisse, Minze & Co. auch als Teepflanze zu verwenden! Im Sommer gehe ich in meinen Garten, ernte beispielsweise die frische Apfelminze, gieße diese mit Teewasser (80°C) auf und genieße meinen eigenen Kräutertee. Für den Winter trockne ich meine Pflanzen auf speziellen Trocknungsgittern und bewahre das getrocknete Pflanzenmaterial in verschlossenen Gläsern an einem trockenen und dunklen Standort auf. Wenn du mehr über Tee aus eigenen Kräutern erfahren möchtest, schau doch bei meinem Artikel „Tee mit Kräutern aus dem Garten selbst gemacht“ vorbei.

Halswickel

Warme oder kalte Wickel sind für mich ein effektives Mittel bei Beschwerden im Hals. Außerdem hat man meist die Zutaten dafür im Kühlschrank, Vorratsschrank oder in der Speisekammer vorrätig und griffbereit. Wichtig ist, dass die Wickel meinem Kind oder Partner immer angenehm sind, ist der Topfenwickel zu kalt und nicht angenehm sollte er nicht angewendet werden. Meine drei liebsten Wickel für meine Familie sind der Topfenwickel, Zwiebelwickel und Kartoffelwickel:

  • Topfenwickel: Die Verwendung von Topfen kenne ich bereits aus meinen Kindheitstagen. Der Topfen wirkt entzündungshemmend und beruhigt die Schleimhaut im Hals- und Rachenbereich. Ich verwende den Topfen nicht direkt aus dem Kühlschrank, sondern lasse ihn bei Zimmertemperatur etwas liegen. Dann bereite ich meiner Familie oder mir selbst den Wickel zu. Dafür lege ich etwas Topfen auf ein Baumwolltuch und lege den Topfen damit direkt auf meinen Hals (auf die Vorderseite), dann wickle ich noch ein Tuch oder einen Schal rundherum und lege mich zugedeckt auf die Couch oder ins Bett. Sobald der Topfen trocken und bröselig wird, sollte er abgenommen werden. Man sagt die schlechten Stoffe der Krankheit sind aus dem Körper gezogen und jetzt im Topfen enthalten. Würde der Topfen zu lange aufliegen, würden die schlechten krankmachenden Stoffe wieder zurück in den Körper gelangen. Als Richtwert benenne ich ca. 1/2 Stunde, in der ich den Topfen auflege.
  • Zwiebelwickel: Man kann auch die Küchenzwiebel für einen Halswickel verwenden. Dafür wird die Zwiebel in feine Stücke geschnitten/gehackt und in Butter, Ghee oder Butterschmalz angedünstet. Die warmen Zwiebelstücke werden dann in ein Baumwolltuch gelegt und warm auf den Hals aufgelegt. Man kann diesen Zwiebelwickel auch ans Ohr bei Ohrenschmerzen legen. 
  • Kartoffelwickel: Eine dritte Variante der so genannten „Speisekammer-Apotheke“ gibt es noch – und zwar mit der Kartoffel. Dafür koche ich die Kartoffeln im Ganzen, lege diese dann auf ein Baumwolltuch und zerstampfe sie. Der Wickel wird mit dem Tuch eingepackt und warm (Achtung nicht heiß!) auf den Hals aufgelegt.

Noch mehr Tipps und Rezepte von mir erfährst du in meinen Workshops in meiner Kräuterküche in Bürmoos: Aktuelle Termine

 

Hinweis!

Die von mir am Blog veröffentlichten Informationen rund um Küche, Garten und Naturapotheke werden sorgfältig recherchiert,  erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen,  die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

 

* Offenlegung: Dieser Beitrag ist in entgeltlicher Kooperation mit der Firma SonnenMoor Verwertungs- u. Vertriebs GmbH entstanden. Selbstverständlich gebe ich auch in diesem Artikel meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder! 

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Anke Eder