Brot & Gebäck,  Natürliche Küche

Sauerteig mit Weizen

Kann ich einen Sauerteig mit Weizen oder Dinkel auch herstellen? Funktioniert der Sauerteig nur mit Roggen? Dies sind nur zwei von vielen Fragen, die mich rund um das Thema Sauerteig von meinen Leserinnen und Lesern erreichen. Eure Anfragen habe ich zum Anlass genommen, diese in einem eigenen Artikel zu beantworten! 

Ja – ihr könnt natürlich auch einen Sauerteig mit Weizen oder Dinkel herstellen! Für das traditionelle Roggen-Weizen-Bauernbrot wird der Sauerteig mit Roggen zubereitet, aus zwei einfachen Gründen: Zum einen sorgt der Sauerteig dafür, dass der Roggen bekömmlich ist und zum anderen agiert er als Triebmittel im Teig. Würden wir ein Brot mit einem Anteil von über der Hälfte Roggenmehl ohne Sauerteig zubereiten, so würde der Brotlaib platt bleiben – er würde nicht aufgehen und sich nicht so entwickelt, wie wir es von einem köstlichen Brot erwarten. Verwendet man ausschließlich Sauerteig als Triebmittel, also ohne Hefe, so muss der Teig 12 Stunden ruhen. In dieser Zeit arbeiten die Milchsäurebakterien des Sauerteigs und sorgen dafür, dass er „aufgeht“.

Den Sauerteig mit Weizen stelle ich einmal über 4 Tage her, dann habe ich meine aktive Sauerteigkultur, die ich täglich pflege – mit Mehl und Wasser „füttere“. Die genaue Anleitung, wie du mit deinem Sauerteig startest findest du hier:

Sauerteig mit Weizen – Herstellung über 4 Tage

Zutaten:
Weizenmehl (insgesamt 150g)
Wasser (insgesamt 150g)

Zubereitung:

1. Tag: 50g Weizenmehl mit 50g handwarmen Wasser in einer Rührschüssel vermischen, abgedeckt mit einem Geschirrtuch bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
2. Tag: 50g Mehl + 50g Wasser zugeben, verrühren, abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen
3. Tag: 50g Mehl + 50g Wasser zugeben, verrühren, abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen
4. Tag: Heute ist Backtag, du hast jetzt 300g Weizensauerteig in deiner Rührschüssel. Die benötige Sauerteig-Menge für deinen Brotteig entnimmst du, den Rest (Tipp: immer mind. 50g „Anstellgut“ aufheben) „fütterst“ du erneut mit Mehl + Wasser. Wichtig ist, dass das Verhältnis von Mehl zu Wasser gleich ist und beim Verrühren eine geschmeidige Masse entsteht. Wieviel Mehl und Wasser du täglich zugibst ist abhängig davon, wie oft du Brot bäckst und wieviel Sauerteig du benötigst. Backst du beispielsweise alle paar Tage, dann kannst du den Sauerteig täglich füttern – beispielsweise mit je 50g Mehl und 50g Wasser, so hast du immer genügend Sauerteig zum Backen und für das Anstellgut. Backst du aber nur einmal in der Woche, dann würde ich den Sauerteig einmal füttern und am nächsten Tag in den Kühlschrank (mit Deckel verschlossen) aufbewahren. Durch die Kälte im Kühlschrank wird der Sauerteig ruhig gelegt, er ist weniger aktiv. Wenn du ihn dann zum Backen benötigst, nimmst du ihn aus dem Kühlschrank, lässt ihn im Raum stehen, damit er Zimmertemperatur bekommt und dann kannst du ihn verwenden.


Workshop: Sauerteig Variationen

Du möchtest mehr über den Sauerteig erfahren und lernen wie vielfältig du damit backen kannst? Komm zu meinen Workshops „Sauerteig Variationen“! Alle Informationen zum Kurs findest du hier:

Workshop "Sauerteig Variationen"


Sauerteig mit Weizen
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