Superfood für euren Darm: Sauerkraut

Sauerkraut

Selbst gemachtes Sauerkraut

Sauerkraut selber machen

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit heimischen Superfoods und der Frage, ob es wirklich notwendig ist jedem Food-Trend hinterherzulaufen. Sind vielleicht doch die guten alten Tricks aus Omas Zeiten für unsere Ernährung sinnvoller als überteuerte und überzüchtete Lebensmittel aus anderen Ländern? Ich möchte nicht behaupten, dass früher alles besser war. Aber ich glaube, dass man früher die Ressourcen, die man zur Verfügung hatte effektiver genutzt hat und man genau wußte was einem zu welcher Jahreszeit gut tut. Ein Beispiel dafür ist das Prinzip des Fermentierens. Lebensmittel wurden mittels Milchsäuregärung haltbar gemacht – ohne Technik, künstlichen Konservierungsmittel oder ähnlichem. Welche Zutaten benötigt man zum Fermentieren? Lediglich reife Lebensmittel, Salz und Wasser!

Warum fermentiertes Gemüse so gesund ist!

Unser Darm enthält viele viele viele verschiedene Bakterien – gute wie auch schlechte. Klar ist, dass die Anzahl der guten Bakterien überwiegen sollte! Ihren Namen kennen wir übrigens alle aus der Werbung – die Probiotika. Wir können sie mithilfe unserer Ernährung hegen und pflegen und damit unser Immunsystem stärken. Rund 85% sollte der Anteil der guten Bakterien in einem gesunden Darm sein! Wie füttern wir also unsere Probiotika? Zum Beispiel mithilfe von Ballaststoffen (z.B. in Vollkornprodukten sowie Obst und Gemüse), Milchprodukten (wie Natur-Joghurt, Buttermilch), Brot mit Sauerteig und mit fermentierten Lebensmitteln (wie Sauerkraut).

So stärke ich mich im Winter

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, in der an jeder Ecke jemand niest, versuche ich mein Immunsystem zu stärken. Zum Beispiel gehe ich jeden Tag an der frischen Luft mit unserem Hund spazieren oder laufe eine Runde durch den Wald, trinke viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Kräutertees, gönne meinem Körper Ruhe indem ich ausreichend schlafe, backe vollwertiges Brot mit Vollkorn und Sauerteig, koche mit saisonalem Gemüse und esse jeden Tag von unserem selbst gemachten Sauerkraut! 🙂

Wie ihr Sauerkraut Zuhause selbst herstellen könnt, habe ich euch aufgeschrieben:

Anleitung: Sauerkraut selbst gemacht

Krautkopf für selbst gemachtes Sauerkraut vom Grünmarkt in Salzburg

Am Grünmarkt in Salzburg habe ich mir einen Krautkopf für selbst gemachtes Sauerkraut gekauft.

Zutaten

Krautkopf 1kg
1 EL Salz
1 Liter Wasser + 150g Salz für die Salzlake

Zubereitung

1. Die äußeren Teile des Krautes wegnehmen und im Kompost (oder Bio-Tonne) entsorgen.

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2. Einige ganze Blätter wegnehmen und aufheben – diese brauchen wir später zum Abdecken.

3. Den Strunk herausschneiden.

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4. Das Kraut mit einer Krauthobel oder Küchenmaschine fein reiben.

Zerkleinertes Kraut salzen
5. Das Kraut mit Salz vermischen, mit den Händen durchkneten und anschließend ziehen lassen.

Mit einem Stampfer ordentlich drücken und stampfen, sodass Flüssigkeit aus dem Kraut austritt.

6. Mit einem Stampfer oder den Händen ordentlich drücken und stampfen, sodass Flüssigkeit aus dem Kraut austritt.

Das Kraut in einen Gärtopf oder ein Glas einfüllen
7. Das Kraut in einen Gärtopf oder ein Glas einfüllen.

Das Kraut mit den Blätter abdecken
8. Das Kraut mit den Blätter abdecken.

Das Kraut mit einem Stein beschweren
9. Das Kraut mit einem Stein beschweren.

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10. Mit Salzlake ( 1 Liter kaltes Wasser mit 150 g Salz verrühren) aufgießen, sodass das Kraut durch die Flüssigkeit abgedeckt ist.

11. Den Topf verschließen, bei Zimmertemperatur lagern und abwarten. 🙂

12. Nach rund 7 – 10 Tagen ist mein Sauerkraut fertig gegärt. Wer es gerne noch säuerlich mag kann es gerne länger gären lassen.

Mein Tipp: Ich entnehme nicht die ganze Menge an fertigem Sauerkraut aus meinem Gärtopf, sondern lasse Reste im Topf. So sind die Milchsäurebakterien noch im Topf und müssen nicht neu sich entwickeln. Ich lasse mein Sauerkraut also immer weiterwachsen – ähnliches Prinzip wie beim Sauerteig!

 

Noch mehr Tipps und Rezepte von mir erfährst du in meinen Workshops
in meiner Kräuterküche in Bürmoos an!

 

Buchtipp:
Zwei Bücher zum Thema Fermentieren bzw. Gemüse milchsauer einlegen haben mir bei meiner Recherche besonders gut gefallen: „Gemüse milchsauer eingelegt“ von Johanna Handschmann (Bassermann Verlag) und „Fermentieren – Von Kefir bis Sauerkraut“ von Adam Elabd (DK Verlag).

 

 

 

Superfood für euren Darm: Sauerkraut
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Anke Eder

2 Comments

  1. Liebe Anke,
    super Artikel, werde auch versuchen mein eigenes Sauerkraut zu machen.
    Liebe Grüße
    Helga

  2. Hi,

    das Rezept sieht sehr lecker und gesund aus – vor allem im Winter ist viel Vitamin C wichtig!

    MFG Philipp

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