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Tee mit Kräutern aus dem Garten selbst gemacht

Es ist wieder soweit – jeder schnieft, hustet oder hat Kopfschmerzen! Gerade in der Erkältungszeit schätze ich meine Hausmittel sehr und vertraue auf die Kraft aus der Natur. Über das ganze Jahr hinweg war ich fleißig und habe verschiedene Pflanzen gesammelt und getrocknet, um diese für eigene Teemischungen zu verwenden. Welche das im Detail sind und wie ihr sie verarbeitet habe ich für euch zusammengefasst: 

Getrocknete Blüten für Teemischungen
Holunderblüten, Hibiskusblüten, Rotklee, Rosenblüten, Ringelblumen

 

Teekräuter selber sammeln, trocknen & lagern

Kräuter für den Tee selber sammeln – warum macht das überhaupt Sinn? Wo ich doch ganz praktisch die verpackten Tee-Sackerl überall kaufen kann?! Wie so oft gilt auch hier – ich weiß was drin ist und habe Einfluss auf die Qualität! Ich bestimme wo und welche Kräuter ich sammle, und ich bestimme wie sie getrocknet und gelagert werden. Entscheidend ist nämlich der Zeitpunkt wann Kräuter geerntet werden und ebenso entscheidend ist, dass die Pflanzen möglichst wenig zerkleinert aufbewahrt werden. Erst bei der Zubereitung meines Tees zerkleinere ich die Pflanzenteile! Wieso fragst du dich? Durch die Zerkleinerung werden die Kräuter verletzt, ätherische Öle und Duftstoffe würden verloren gehen. Um eine grobe Verletzung zu vermeiden pflücke ich die Blüten in Handarbeit einzeln und lege sie sorgfältig auf ein Trocknungsgitter auf, Blätter trenne ich vorsichtig von den Stängeln und lege sie ebenso auf. Getrocknet wird möglichst schonend mit etwas Wärme (auf einem Dachboden beispielsweise) und ohne Lichteinfluss. Kräuter und Wurzeln, die mehr Zeit für die Trocknung benötigen, trockne ich mithilfe eines Dörrgerätes bei 30°C bis max. 40°C.  Sind die Kräuter fertig getrocknet fülle ich sie in große Gläser und lasse sie noch ein paar Stunden ohne Deckel stehen, damit auch wirklich keine Feuchtigkeit darin enthalten ist und kein Schimmel entstehen kann. Anschließend schraube ich die Gläser zu und verwahre sie lichtgeschützt in der Speisekammer bzw. in einem Schrank.



Workshop: Gartenkräuter – Rezepte für Küche, Gesundheit und Schönheit

Du möchtest mehr über Teekräuter aus deinem Garten erfahren?  Komm zu meinem Workshop „Gartenkräuter-Rezepte für Küche, Gesundheit und Schönheit“! Alle Informationen zum Kurs findest du hier:

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Tee selber mischen

Basis meines Tees ist ein Hauptanliegen – zum Beispiel bei Magenschmerzen verwende ich als Hauptkraut Kamille. Dies ist meine Basispflanze, die rund 40% – 50% der Teemischung ausmacht, dazu kombiniere ich Füllpflanzen (15% – 20%), Aromapflanzen (20%) und Schmuckpflanzen (15%-20%). Ein Beispiel für einen Husten-Tee wäre Spitzwegerich (Basispflanze), Lindenblüte (Füll- und Aromapflanze) und Malvenblüten (Schmuckpflanze).

Zubereitung der Tee-Mischung

Grundsätzlich kann man Tee heiß aufgießen (Infus), kalt ausziehen (Masert) oder abkochen (Dekokt, für Wurzeln und Rinden). Die wohl bekannteste Methode ist der heiße Aufguss. Ich verwende ungefähr 1 Teelöffel getrocknetes Kraut und gebe dieses in ein Teesackerl, übergieße dieses mit 200 ml bis 250 ml heißem Wasser (80°C) und lasse den Tee zwischen 3 bis 10 Minuten ziehen. Die Ziehzeit hängt von dem Kraut und der gewünschten Wirkung ab! Lasse ich beispielsweise Schwarztee nur kurz ziehen, ca. 3 -5 Minuten,  so wirkt er anregend. Durch eine längere Ziehzeit, ab 5 Minuten, werden die Gerbstoffe gelöst und der Tee wirkt stopfend (bekannt als Hausmittel bei Durchfallerkrankungen).

Mein Lieblings-Morgen-Tee für die ganze Familie

Basispflanze: Apfelminze
Füllpflanze + Aromapflanze: Melisse
Schmuckpflanze: Ringelblumenblüten + Rosenblüten
getrocknete Apfelschalen
getrocknete Himbeeren

 

Kräuter-Kochkurs
In meinem Kochheft „Gartenkräuter – Rezepte für Küche, Gesundheit und Schönheit“ findest du viele Kräutertipps!

Kochheft „Gartenkräuter-Rezepte für Küche, Gesundheit und Schönheit“

In meinem Kochheft „Gartenkräuter – Rezepte für Küche, Gesundheit und Schönheit“ dreht sich alles um die vielen großartigen Pflanzen und Kräuter, die du aus deinem eigenen Garten nutzen kannst!

Inhalt:

  • Grüne Superfoods aus der Heimat
  • Kräuter im eigenen Garten: Tipps für die Kultivierung, Anlegen einer Kräuterspirale
  • Verarbeitung von Kräutern: Kräuterportraits, Heilpflanzen-Tinkturen,
  • 15 Kräuterrezepte (Brot, Sauerteig, Aufstrich, Hauptgericht, Salbe, Creme)

Verkaufspreis pro Heft: €12,50 (inklusive €2,50 Versandkosten ins Inland und Verpackung). Bestellung via e-Mail an: anke.eder@natuerlich-hausgemacht.at 

Weitere Lese-Tipps

 

Ich kann euch das Buch „Tee aus Kräutern und Früchten. Sammeln, zubereiten, genießen.“ von  Rudi Beiser, erschienen im Kosmos Verlag empfehlen. Das Buch gibt einen großartigen Überblick über die Vielzahl an Pflanzen, die im heimischen Garten wachsen und für die Teezubereitung verwendet werden können, sowie hilfreiche Informationen über das richtige Sammeln, Trocknen und Lagern sowie über die Wahl der Mischungen.

Ein zweites Buch möchte ich euch auch noch empfehlen! „Das Tee-Pflanzen-Buch“ von F.X. Kreml (erschienen im BLV Verlag)  beschreibt sehr detailliert über 40 Pflanzen, die ihr für die Teezubereitung verwenden könnt. Jede Teepflanze wird in Bezug auf Herkunft, Kultivierung im Garten, Ernte und Anwendung sowie auf die Inhaltsstoffe genau beschrieben. Am Ende des Buches findet ihr einige Teemischungen wie der „Gute-Laune-Tee“ oder der „Stoffwechseltee“.

 

 


Hinweis!

Die von mir am Blog veröffentlichten Informationen rund um Küche, Garten und Naturapotheke werden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte darauf hinweisen, dass die beschriebenen Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde nicht den Besuch beim Arzt ersetzen,  die Umsetzung auf eigene Gefahr erfolgt und kein Heilversprechen gegeben wird!

Tee mit Kräutern aus dem Garten selbst gemacht
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