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Traditionelles Räuchern in den Rauchnächten

Wir nähern uns dem Ende des Jahres – Silvester steht vor der Türe. Die Silvesternacht, von 31. Dezember auf 1. Jänner, gehört zu einer der Nächte, in denen traditionell das Haus geräuchert wird.

Die Zeit des Räucherns beginnt aber schon früher – kurz vor dem Weihnachtsfest! Erstmals habe ich in der Nacht der Wintersonnenwende geräuchert (von 21.12. auf 22.12.). Verschiedene Kräuter und auch Harze werden für die Räucherung verwendet. Ich habe in diesem Jahr selbst getrockneten Thymian verräuchert. Als Räucherpflanze soll er schützen, Stärkung für das alltägliche Leben schaffen und den Alltagsstress lösen.

Die Tradition des Räuchern

Die Magie des Räucherns habe ich während meiner Kräuterausbildungen zur Kräuterpädagogin und TEH-Praktikerin kennen und schätzen gelernt. Es liegt ein ganz besonderer Zauber in diesem Ritual inne – man kommt zur Ruhe, zündet die Räucherkohle an, streut die getrockneten Kräuter oder Harze auf die heiße Kohle und geht bewusst und langsam mit der Räucherpfanne durch das Haus. Geräuchert wird, um negative Energien zu vertreiben, zu reinigen und um Wohlbefinden zu schaffen. Spannend finde ich auch Räucherrituale, die früher angewendet wurden, um sich vor dem Wetter zu schützen – früher räucherten die Bauern um für gutes Wetter zu bitten und um sich vor Naturgewalten wie Unwetter, Hagel oder Muren zu schützen.

In Salzburg ist es übrigens Brauch, dass sich bei diesem Ritual die ganze Familie versammelt. Fehlt ein Mitglied beim „rachn“, so würde dies Unglück bringen sagt die Überlieferung.

Ich räuchere als erstes in meinem Haus und gehe dann in meinen Garten. Die Ställe meiner Hühner verräuchere ich nämlich auch – als Reinigung vor Bakterien und Krankheiten sowie Schutz und Stärkung für meine Tiere.

Thymian wird als Schutzpflanze verräuchert und soll stärken.

Pflanzen und Kräuter aus dem Garten verräuchern

Im Sommer sammle ich eine Vielzahl an Kräutern und Pflanzen in meinem Garten und aus dem Wald – für meine selbst gemachten Kräutertees, Duftkissen, Kräutersalze, als Würze beim Kochen. Aber auch für die Rauchnächte am Ende des Jahres sammle und trockne ich meine Pflanzen.

Eine kleine Auswahl an Kräutern und deren Räucherwirkung:

  • Lavendel wirkt beruhigend, reinigend und hilft dabei sich von Altem zu befreien und sich auf Neues einzulassen.
  • Die Königskerze wird bei Räucherungen zum Schutz vor dem Wetter verwendet. Sie hellt die Stimmung auf.
  • Melisse wirkt nicht nur beruhigend, sondern auch belebend. Sie wirkt sich positiv auf das Immunsystem und das Gemüt aus.
  • Rosmarin wirkt anregend und wird aufgrund der aphrodisierenden Wirkung bei Liebesräucherungen verwendet.
  • Salbei ist die Räucherpflanze bei schlechten Energien und wirkt befreiend.

Wie wird geräuchert?

1. Alle Räucherutensilien vorbereiten.
2. Die Räucherkohle entzünden.
3. Warten bis die Räucherkohle heiß ist.
4. Die Kräuter bzw. Harze auf die heiße Kohle aufstreuen.
5. Sofort entwickelt sich der Rauch. Jetzt geht man mit der Räucherpfanne durch das Haus.

Ich wünsche euch viel Freude beim Räuchern und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

Traditionelles Räuchern in den Rauchnächten
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